Ein herzliches Grüß Gott

im Waschhaus Alt-Köpenick

Historie

Die Geschichte des Waschhaus in Alt-Köpenick

Die Anfänge des Waschhauses gehen verbürgt zurück bis in das 17. Jahrhundert. 1683 wird das Haus in den Chroniken des Zimmermann Christoph Hedrich erwähnt, der hier im gleichen Jahr ein Wohnhaus für sich und seine Familie errichtet. Das Anwesen bleibt fast 140 Jahre im Besitz dieser Familie, die hier unter anderem eine Schuhmacherwerkstatt betreibt.

Im Jahre 1840 erwirbt August Heinrich das Grundstück für 1250 Taler. Er baut das bestehende Gebäude aus und eröffnet eine Gastwirtschaft. Zur selben Zeit wird Köpenick zur "Waschküche Berlins" . Wilhelm Spindler betreibt eine regelrechte Waschindustrie. Mit 2000 Mitarbeitern wird Wäsche gewaschen, gefärbt und gemangelt. So wurde dann um 1900 das noch heute bestehende Fabrikgebäude von den Nachkommen des August Heinrich für eine Groß- Dampf- Wäscherei umgebaut.



Nach mehrmaligem Eigentümerwechsel unter Aufrechterhaltung des Wäschereibetriebes wird das Grundstück 1918 von Johann Constantin Knefel erworben, der hier eine Maschinenfabrik begründet.

Zum Produktionsprofil des Unternehmens gehörten damals vor allem Längenmessmaschinen für die Kabelindustrie, die in Köpenick an mehreren Orten Fabrikstandorte unterhielt. Nach der 1993 erfolgten Schließung des Betriebes wurde das Gebäude im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz aufwändig restauriert und als Industriedenkmal erhalten.

Zu Ehren der Waschfrauen, im besonderen von Henriette Lustig (1808), die schräg gegenüber im Haus Alter Markt 4 wohnte und die die Zunft der Berliner Wäscher begründete, erhielt das Gebäude den Namen "Zum Waschhaus Alt- Köpenick".